Glienicker Brücke, Klein Glienicke und Villa Schöningen

Berühmt durch den Agentenaustausch: Die Glienicker Brücke in Potsdam (Foto: TMB-Fotoarchiv) An der Stadtgrenze zwischen Berlin und Potsdam spiegelt sich gleich mehrfach das Ausmaß der einstigen Teilung wider. Die Glienicker Brücke durfte schon seit 1952 nicht mehr ohne Sondergenehmigung passiert werden. Weltweite Berühmtheit erlangte das Bauwerk durch den dreimaligen Austausch von Agenten zwischen Ost und West. Ein anschauliches Beispiel für das Ausmaß und die Folgen der deutschen Teilung liefert der 500 Einwohner zählende Ort Klein-Glienicke direkt zwischen Potsdam-Babelsberg und Berlin-Zehlendorf. Eine Mauer umgab die Siedlung, die nur über einen schmalen und streng kontrollierten Zugang zu betreten war. Das deutsch-deutsche Museum Villa Schöningen sowie eine Ausstellung im Schloß Glienicke stellen diese Situation sehr anschaulich und beeindruckend dar.

Preußische Parks und Gärten in Potsdam

Die Sacrower Heilandskirche - einst von Grenzbefestigungen umgeben, heute Teil des Unesco-Welterbes Potsdamer Kulturlandschaft. (Foto:TMB-Fotoarchiv) Große Areale der heute wieder von Gästen aus aller Welt bewunderten Gärten und Parks der preußischen Könige waren durch den Bau von Grenzanlagen zwischen 1961 und 1989 unzugänglich geworden. Ohne Rücksicht auf das historische Erbe veränderten und zerstörten Grenzsoldaten im Park Babelsberg, im Neuen Garten, auf dem Pfingstberg und im Park Sacrow mit der bekannten Heilandskirche Wege, Sichtachsen oder Ausblicke in die Landschaft. Nach dem Mauerfall sind die meisten Eingriffe mit großem Aufwand wieder rückgängig gemacht worden.

Ehemalige Grenztürme in Lenzen und in Nieder-Neuendorf

Beobachtungturm auf dem Elbdeich bei Lenzen. (Foto: Matthias Baxmann) Zum DDR-Grenzregime gehörten neben Zäunen, Mauern, Kfz.-Sperrgräben und Hundelaufstrecken auch Beobachtungstürme. Von hier aus kontrollierten die Grenzsoldaten das Geschehen auf beiden Seiten der Sperren. Direkt an der Elbe bei Lenzen in der Prignitz und in Nieder Neuendorf südlich von Hennigsdorf am nordwestlichen Berliner Stadtrand können Besucher zwei Grenztürme besichtigen und sich in Ausstellungen über die Grenzbefestigungen informieren.