Potsdam: Weltberühmte Landeshauptstadt und „Weltkulturlandschaft“
Friedrich II. machte Potsdam zu einer der schönsten Städte Europas. Auch seine Vorgänger und Nachfolger trugen zum städtebaulichen Ruhm der Garnisonsstadt bei. Barocke Repräsentationsbauten, die Schlossanlage von Sanssouci und die zum Weltkulturerbe erklärte „Potsdamer Weltkulturlandschaft“ sind heute das wichtigste touristische Kapital der Stadt, die nach den Jahren des Aufbaus wieder zu neuem Glanz und Leben erwacht ist. Potsdam ist aber auch eine wichtige Adresse für Kongresse und Tagungen und einen Einkaufsbummel wert. Viele Antiquitätengeschäfte, Restaurants, Bars und Cafés liegen im und um das heute wieder pulsierende Holländische Viertel. Die vor 250 Jahren errichteten roten Ziegelbauten sind inzwischen sorgfältig restauriert. In unmittelbarer Nähe der Hauptstadt liegt der Babelsberger Filmpark, der täglich Besichtigungstouren anbietet.
Havelland: Mittelpunkt und „Obstkammer“ Brandenburgs
Den Mittelpunkt der Mark bildet das an Sachsen-Anhalt grenzende Havelland, das von Potsdam aus auch bequem mit dem Boot oder Schiff zu erreichen ist. Der Birnbaum des Herrn „Ribbeck von Ribbeck im Havelland“, dem Fontane eines seiner bekanntesten Gedichte widmete, hat das Havelland als die „Obstkammer“ Brandenburgs weltberühmt gemacht. Zeugnis von seinem Ruf als größtes Obstanbaugebiet gibt jährlich im April die Inselstadt Werder mit ihrem Baumblütenfest. Die weiße Pracht erstreckt sich über die vielen Gärten und Anlagen „soweit das Auge blicken kann.“ Zum Havelland gehört auch die Stadt Brandenburg an der Havel und Lehnin mit einem der sechs Zisterzienser-klöster in Brandenburg.
Fläming: Drei-Burgenland und „hohe Berge“
Im weithin flachen Brandenburger Land ist der 201 Meter hohe „Hagelberg“ im Hohen Fläming eine der höchsten Erhebungen. Seinen Namen verdankt das Gebiet nordwestlich von Wittenberg flämischen Siedlern aus dem 12. Jahr-hundert. Die drei Burgen, Schloß Wiesenburg, Burg Eisenhardt in Belzig und die Burg Rabenstein sind Zeugnisse aus dieser Zeit. Ebenfalls im Mittelalter erbaut wurde das Zisterzienserkloster Zinna, dessen Wandbilder zu den bedeutendsten Werken gotischer Kunst gehören. Rundfahrten und Führungen durch das mittelalterliche Jüterbog und durch Luckenwalde, die Stadt der Bauhaus- und Industriearchitektur, werden ganzjährig angeboten.
Die Prignitz: Storchen- und Vogelparadies im Nordwesten
Schon vor 25000 Jahren hat die Eiszeit den typisch märkischen Charakter dieser weithin unberührten Landschaft, die im Westen an Niedersachsen grenzt, ge-prägt: sanfte Hügel, karge Sandböden, Kiefern- und Laubwälder, Heide- und Wiesenflächen, Seen, Flüsse und Bäche durchziehen das Land zwischen Elbe und Dosse. Wahrzeichen der Prignitz sind die Störche, die dem Dörfchen „Rühstädt“ seinen Zweitnamen „Storchenparadies“ eingebracht haben. Berühmt sind die Prignitzer Plattenburg, die größte Wasserburg Norddeutschlands, und Wittstock an der Dosse, eines der urigsten Zeugnisse mittelalterlichen Städtebaus.
Das Ruppiner Land: berühmt durch Fontane und das Rheinsberger Schloß
Neuruppin, die Geburtsstadt Theodor Fontanes, und Rheinsberg mit dem Rheinsberger Schloss, dem Kurt Tucholsky mit seinem „Tagebuch für Verliebte“ ein literarisches Denkmal setzte, sind die berühmtesten touristischen Zentren des Ruppiner Landes. Trotz dieser Zentren blieb die Landschaft weitestgehend unberührt, wie das „Rhinluch“, ein endlos erscheinendes Feuchtgebiet, auf dessen Wiesen sich im Herbst zahllose Bleßgänse sammeln oder der sagenumwobene „Stechlin“. Hauptattraktionen in den Sommermonaten sind die klaren, stillen Seen der Region, die an die Mecklenburger Seenplatte anschließen.
Die Uckermark:über 300 Seen und ein Nationalpark im hohen Norden
An der Grenze zum Nachbarland Polen liegt die Uckermark, ein durch kultur-historische Bauten aus Stein- und Bronzezeit sowie frühem Mittelalter geprägter Kulturraum. Die Region ist dünn besiedelt, mit 300 Seen und vielen Moor-gebieten besonders wasserreich und zeichnet sich durch geschützte Naturland-schaften mit seltener Flora und Fauna aus. Sogar einige Orchideenarten können Naturliebhaber im einzigen Nationalpark „Unteres Odertal“ oder im Biosphären-reservat „Schorfheide-Chorin“ entdecken. 900 Kilometer Wanderwege führen durch die Landschaft der Uckermark. Die historischen Festtage in Templin sind in jedem Jahr ein Höhepunkt.
Das Barnimer Land: Kunstgenuss in der Klosterruine Chorin und das Ferienparadies Werbellinsee
Die Sommerkonzerte in der Ruine des Zisterzienserklosters Chorin im Barnimer Land ziehen jährlich Kunstgenießer aus ganz Brandenburg und Berlin an. Mit der Hauptstadt ist die beschauliche hügelige Waldlandschaft im Osten über zahlreiche Wasserstraßen eng verbunden. Ihre mittelalterlichen Dörfer und Städtchen erinnern an die Zeit, als 1230 Johann I. und Otto III. den Barnim erwarben. Hauptferienattraktion ist der von Fontane als „Märchenplatz“ beschriebene Werbellinsee nahe der Schorfheide. Ein Ausflug entlang des Finowkanals führt Gäste zum majestätischen Gebäude des Schiffshebewerkes Niederfinow.
Märkisch Oderland: Gemüsegarten der Mark
Vor rund 250 Jahren wurde das sumpfige Überflutungsgebiet der Oder zwischen Frankfurt und Bad Freienwalde trockengelegt. So entstand von Menschenhand, was heute noch als der „Berliner Gemüsegarten“ gilt: eine einzigartige Kulturlandschaft, die an küstennahes Marschland erinnert. An der Grenze „zwischen den Elementen“ haben Radtouren im Frühjahr und Sommer Hochkonjunktur. Die Region bietet eine Fülle von buchbaren Tagesausflügen auf den Spuren Fontanes, zum Brecht-Weigel-Haus in Buckow und vieles mehr.
Oder-Spree-Seengebiet: Mit 2.300 Seen das Idyll für Wassersportler, Kurzentrum und „Tor zum Osten“
Als Idylle für alle Wassersportler und Naturliebhaber gilt das Oder-Spree-Seengebiet. Die Wechselspiele von Wasser und märchenhafter Landschaft, Lehm-, Sand-, Moorböden, Sumpfgebieten, Wiesen, Wäldern, kleinen Fließ-gewässern und 2.300 Seen verleihen der Landschaft einen romantischen Zauber. Am größten See Brandenburgs, dem Scharmützelsee, liegt die neue und größte Kurtherme Berlin-Brandenburgs, Bad Saarow. Als „grüne Perle an der Spree“ gilt Fürstenwalde mit seinen historischen Parkanlagen. Als „Tor zum Osten“ wird Frankfurt an der Oder bezeichnet, das mit der größten Hallenkirche Norddeutschlands und dem ältesten mittelalterlichen Rathaus aufwarten kann.
Spreewald: das „Venedig von Brandenburg“
Einzigartig in Europa und weithin bekannt ist die Landschaft des Spreewaldes, eine kultivierte Flußlandschaft mit einem 970 Kilometer weiten Fliessgewässer-netz, über das sich, wie ein Dach, die Baumkronen beugen. Die Bewohner der Region nutzen die beschilderten Wasserstraßen, um mit dem Kahn zur Arbeit, in die Schule oder zum Einkaufen zu fahren. Eine traditionelle Kahnfahrt durch das Wasserlabyrinth ist auch für Besucher lohnenswert. Der Spreewald ist seit 1991 Biosphärenreservat und unter den Schutz der UNESCO gestellt. Cottbus, die mit 120.000 Einwohnern zweitgrößte Stadt Brandenburgs , die sich als Tagungs- und Kongreßzentrum profiliert hat, ist das Zentrum des Spreewaldes. Eine der bedeutendsten Parkanlagen des 19. Jahrhunderts, der von Fürst Pückler geschaffene Park Branitz, liegt hier
Niederlausitz: 1.000 Kilometer Radwege in einer Landschaft im Wandel
Die Niederlausitz im Süden Brandenburgs ist vor allem durch einen landschaftlichen Umbruch geprägt. In der Region entsteht in den nächsten Jahren eine der größten Seenlandschaften Europas. Dazu werden mehrere ehemalige Braunkohle-Tagebaue geflutet. Schon jetzt sind die imposanten Landschaften Ziel von Erlebnistouren und Thema mehrerer Radwege. Von Wanderungen bis zu Off-Road- oder Quad-Touren führen verschiedene Angebote in diese ungewöhnliche Welt aus Canyons und weiten Steppen. Radwanderer können sich zwischen fünf Fernradwegen entscheiden. Pyramiden in Fürst Pücklers Branitzer Park, schwimmende Häuser, Europas modernste Motorsport- und Entertainmentanlage, der EuroSpeedway Lausitz, ein Freilufttheater am Senftenberger See, der Ostdeutsche Rosengarten und Zeugnisse der Industriekultur sind Stationen der Radtouren durch die Niederlausitz. Weitere Angebote an den Seen wie Campen, Baden, Paddeln, Surfen, Angeln, Wasserski und Segeln laden zum Urlaub in der sonnenreichsten Region des Landes ein.
Dahme-Seengebiet: Für Berliner das „blaue Wunder“
Das Dahme-Seengebiet ist mit seinen weitverzweigten Seen und Wasserläufen und den kleinen alten Städten eines der Hauptausflugsziele der Berliner und hält mittlerweile ein reichhaltiges Sport- und Freizeitangebot bereit: Campen, Surfen, Baden, Paddeln, Wandern, Radfahren, Reiten – für alle diese Aktivitäten ist das Dahme-Seengebiet „gut gerüstet.“ Zum naturnahen Tourismusangebot gehören Pilzwanderungen, naturkundliche Wanderungen durch die Dubrow und entlang der Dahme sowie Jägerwanderungen. In Königs Wusterhausen können sich Paare „auf preußisch“ trauen lassen.
Elbe-Elster-Land: Führungen durch eine unberührte Landschaft
Das Elbe-Elster-Land bildet den südlichen Abschluss Brandenburgs, eine noch wenig bekannte, reizvolle Landschaft. Acker- und Auengrünland wechseln sich ab; ebenso Kiefernwälder, Moore und Teiche, die Heimat von Wiesenbrütern, Fischottern und Bibern sind. Geführte Wanderungen schulen die Sinne für die Schätze dieser Landschaft. Auch kulturelle Touren zu den zahlreichen Mühlen des Gebietes etwa oder den Zisterzienserklöstern gehören zum Angebot. Das Elbe-Elster-Land ist außerdem für seine Feste bekannt. Das Rothsteiner Felsenfest in Bad Liebenwerda, die Weinfeste in Schlieben oder das Sängerfest in Finsterwalde sind jährliche Höhepunkte.
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